Graubrauner Mohrenfalter (Erebia pandrose)

Merkmale

Die Flügelspannweite des Graubraunen Mohrenfalters (Erebia pandrose) beträgt etwa 30–38 mm. Die Flügeloberseite ist dunkel- bis rotbraun mit einer orangen Binde am Flügelrand und meist mehreren schwarzen Augenflecken. Die Hinterflügelunterseite ist grau-weiß marmoriert und trägt eine hellere Querbinde (Diskallinie). Die Vorderflügelunterseite der Männchen zeigt orange bis kupferfarbene Töne, während sie bei den Weibchen etwas heller erscheinen kann.

Weitere Details und Fotos beim Lepiforum.

Graubrauner Mohrenfalter  - Erebia pandrose
Foto: Xulescu

Verwechslungsmöglichkeit

Einige andere Arten der Gattung Erebia haben ebenfalls eine graue Hinterflügelunterseite und könnten mit dem Graubraunen Mohrenfalter verwechselt werden. Hierzu gehören zum Beispiel der Schweizer Schillernde Mohrenfalter (Erebia tyndarus) und der Hochalpine Schillernde Mohrenfalter (Erebia nivalis), welche allerdings weiß gekernte Augenflecken haben und eine weniger stark ausgeprägte Binde in der grauen Hinterflügelunterseite. Zudem unterscheidet sich der Graubraune Mohrenfalter von anderen Erebia Arten durch eine wellenförmige schwarze Linie, welche die orange Binde an der Flügeloberseite abgrenzt.

Nahrung der Raupe

Die Raupen ernähren sich bevorzugt von Blaugräsern (Sesleria), fressen aber auch Rispengräser (Poa) und Schwingel (Festuca).

Lebensraum

Der Graubraune Mohrenfalter besiedelt alpine und subalpine Höhenlagen zwischen etwa 1600 und 3000 m. Typische Lebensräume sind steinige, trockene Hänge, Geröllflächen sowie kurzgrasige Wiesen, die oft mit Borstgras und Kleinsträuchern durchsetzt sind. In Österreich ist die Art vor allem in den Zentralalpen verbreitet.

Flugzeit als Falter

Die Falter fliegen univoltin (eine Generation pro Jahr) von Juni bis Mitte August, je nach Höhenlage und Witterung.

Wie überdauert die Art den Winter?

Der Entwicklungszyklus erstreckt sich über zwei Jahre. Die erste Überwinterung erfolgt im ersten oder zweiten Raupenstadium. Nach der zweiten Überwinterung, die im fast voll entwickelten Raupenstadium stattfindet, erfolgt die Verpuppung mit der Schneeschmelze im Frühjahr.

Lebensweise und Interessantes

Der Graubraune Mohrenfalter zeigt wie E. tyndarus, E. cassioides und E. nivalis einen charakteristisch hüpfenden Flug. Die Gebirgsart ist ausschließlich in höheren Lagen verbreitet; in tieferen Regionen kommt der Falter nicht vor. Der Falter wird auch als Früher Alpen-Mohrenfalter bezeichnet und gehört zu den früh im Jahr fliegenden alpinen Erebia-Arten.

In Österreich gilt Erebia pandrose derzeit als nicht gefährdet.

Bestandsentwicklung

Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.

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