Schillernder Mohrenfalter (Erebia cassioides)
Merkmale
Die Flügelspannweite des Schillernden Mohrenfalters (Erebia cassioides) beträgt etwa 32–38 mm. Die Vorderflügeloberseite ist dunkelbraun mit einem metallisch-grünlichen Schimmer und trägt eine orangebraune Diskalbinde mit meist großen, weiß gekernten Augenflecken nahe der Spitze. Auf den Hinterflügeln liegen in der orangebraunen Binde mehrere, gut sichtbare Augenflecke. Die Unterseite der Vorderflügel ist orange, mit brauner Randbinde und ebenfalls zwei kleinen Augenflecken, während die Hinterflügelunterseite silbrig-grau, bis ockerfarben glänzt und eine feine Zeichnung mit oft deutlicher Diskalbinde zeigt.

Verwechslungsmöglichkeit
Der Schillernde Mohrenfalter ähnelt stark Erebia tyndarus, Erebia nivalis und Erebia calcaria. Für Erebia cassioides charakteristisch (und besonders im Sonnenlicht gut sichtbar) ist der metallisch-grüne Schimmer der Flügeloberseiter und der eher gerade verlaufende Vorderrand der Vorderflügeloberseite. Die genannten Arten lassen sich anhand äußerer Merkmale allerdings häufig nicht sicher unterscheiden. Allerdings unterscheiden sie sich teilweise in ihrer Verbreitung, was bei der Bestimmung hilfreich sein kann.
Nahrung der Raupe
Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Gräsern, zu denen besonders Festuca ovina (Schafschwingel), Nardus stricta (Borstgras) und Arten von Poa (Rispengräser) gehören.
Lebensraum
Die Gebirgsart lebt in alpinen und hochalpinen Regionen, bevorzugt auf trockenen, sonnigen Grashängen mit steinigem Untergrund, sowie auf Weiden mit offenen Bodenstellen. Sie kommt meist in Höhen zwischen etwa 1500 und 2300 m vor, in manchen Regionen auch etwas tiefer oder höher.
Flugzeit als Falter
Die Falter sind univoltin (eine Generation pro Jahr) und fliegen je nach Höhenlage und Witterung von Juli bis September.
Wie überdauert die Art den Winter?
Die Raupen überwintern im ersten oder zweiten Larvenstadium. Die Verpuppung erfolgt im darauffolgenden Sommer, meist zwischen Juni und August.
Lebensweise und Interessantes
Die Art ist in unterschiedliche Unterarten aufgeteilt, die in verschiedenen Gebirgsregionen Europas vorkommen. Allerdings ist nicht abschließend geklärt, ob einige Unterarten als eigene Arten angesehen werden sollten, da sie sich in der Verbreitung und der Genetik zum Teil deutlich unterscheiden.
In Österreich wird Erebia cassioides derzeit als „Ungefährdet“ (Least Concern, LC) eingestuft.
Bestandsentwicklung
Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.


