Im Juli war das Viel-Falter-Team gleich bei zwei besonderen Veranstaltungen: Während junge Naturforscher*innen bei der Jungen Uni Innsbruck die Welt der Schmetterlinge hautnah entdeckten, stand beim Tag der Artenvielfalt im Ötztal die gemeinsame Erfassung und der Schutz der biologischen Vielfalt im Mittelpunkt. Zwei Veranstaltungen, die zeigten, wie spannend Naturbeobachtung für alle Interessierten sein kann.
Viel-Falter beim Tag der Artenvielfalt im Ötztal
Am Samstag, den 11. Juli 2026, stand das Ötztal ganz im Zeichen der biologischen Vielfalt. Beim „Tag der Artenvielfalt“ war auch das Viel-Falter-Team vertreten: Schmetterlingsexpertin Friederike Barkmann beteiligte sich an den Erhebungen und unterstützte die Erfassung von Schmetterlingen. Gleichzeitig informierte Eva Hochmuth beim „Fest der Artenvielfalt“ zahlreiche Besucher*innen über die Vielfalt der Schmetterlinge, das österreichweite Viel-Falter Monitoring.


Der Tag der Artenvielfalt verfolgt zwei Ziele: Einerseits werden Daten zur Biodiversität gesammelt, andererseits soll das Bewusstsein für unsere heimische Natur gestärkt werden. Innerhalb von 24 Stunden erfassen zahlreiche Expert*innen möglichst viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse über den Zustand der regionalen Biodiversität und bilden eine wertvolle Grundlage für den Naturschutz. Zentrum der diesjährigen Veranstaltung war das Naturparkhaus des Naturparks Ötztal in Längenfeld. Dort fand auch das Fest der Artenvielfalt statt, bei dem Besucher*innen die heimische Natur auf vielfältige Weise erleben konnten. Zahlreiche Mitmachstationen, geführte Exkursionen rund um das Naturparkhaus sowie spannende Einblicke in die Arbeit verschiedener Fachleute machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Neben der vielen Expert*innen, dem Naturpark Ötztal und dem Viel-Falter-Team waren unter anderem die Grüne Schule, die Pop-up Uni Innsbruck, diverse regionale Produzent*innen sowie engagierte Längenfelder Bäuerinnen vertreten.
Mit Keschern auf Schmetterlingssuche – Juni Uni Innsbruck
Bunte Wiesen, flatternde Schmetterlinge und jede Menge Entdeckerfreude: Beim Viel-Falter-Workshop der Jungen Uni Innsbruck am 13. Juli 2026 tauchten 12 Kinder in die Welt der heimischen Tagfalter ein. Bereits zum zehnten Mal war Viel-Falter Teil des Sommerprogramms der Universität Innsbruck. Begleitet wurden die jungen Naturforscher*innen von Eva Hochmuth vom Viel-Falter-Team sowie Moritz von der Jungen Uni.



Der Workshop fand am Eröffnungstag der Kinder-Sommer-Uni statt, der zugleich den Auftakt des Sommerprogramms und das 25-jährige Jubiläum der Jungen Uni war. Im Rahmen der Eröffnungsfeier begrüßte Dirk Rupnow, Vizerektor für Personal der Universität Innsbruck, die Teilnehmer*innen. Ein besonderes Highlight war die Präsentation der Neuauflage des Wimmelbuchs „Unsere Universität Innsbruck“, das nach acht Jahren neu erschienen ist. Das von Gisa Borchers liebevoll illustrierte Buch nimmt Kinder mit auf eine Entdeckungsreise durch die verschiedenen Standorte der Universität – vom Campus Innsbruck über das Universitätszentrum Obergurgl bis zum Botanischen Garten. Der ORF berichtete über unseren Workshop. Dabei erzählten einige Kinder von ihrer Begeisterung für Schmetterlinge, außerdem wurde Johannes Rüdisser zur Bedeutung von Schmetterlingen interviewt.
Anschließend stand die Natur im Mittelpunkt: Nach einem spielerischen Kennenlernen und einer Einführung in die Welt der heimischen Tagfalter machten sich die Kinder, ausgestattet mit Keschern, Becherlupen und Aerarien, auf den Weg zu einer artenreichen Blumenwiese. Sie lernten zunächst den achtsamen Umgang mit den Tieren, bevor sie selbst auf Entdeckungstour gingen. Insgesamt entdeckten die Kinder rund 50 Falter. Gemeinsam wurden die Arten bestimmt und besprochen, warum sie gerade an diesem Standort vorkommen. Besonders häufig waren das Große Ochsenauge (Maniola jurtina), der Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus), der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae), das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) und der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) sowie verschiedene Mohrenfalter und Nachtfalter. Für besondere Begeisterung sorgte das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), das von den Kindern treffend als „dicker Brummer“ beschrieben wurde.
Die Begeisterung war während des gesamten Workshops spürbar – nicht zuletzt, weil die artenreiche Wiese an diesem Sommertag geradezu vor Schmetterlingen wimmelte.









