Rostbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion)

Merkmale

Das Rostbraune Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) mit einer Flügelspannweite von 3,2 – 3,6 cm. Die Flügeloberseite des Männchens ist kastanienbraun mit kaum sichtbaren Augenflecken. Die Vorderflügeloberseite des Weibchens ist hellorange und die Hinterflügeloberseite braunorange, mit gut sichtbaren Augenflecken. Beide Geschlechter haben eine orangebraun gefärbte Hinterflügelunterseite, mit einer schmalen, orangen Binde am Außenrand und eine variable Anzahl von unterschiedlich großen, weißgekernten Augenflecken mit schwarzen Ringen (die Anzahl variiert). Typisch für das Rostbraune Wiesenvögelchen ist auch eine weiße Binde die sich in Flecken auflöst sowie ein Saumstreifen mit Bleiglanz.

Weitere Details und Fotos beim Lepiforum.

Verwechslungsmöglichkeit

Dem Rostbraunen Wiesenvögelchen ähnlich ist das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus), welches allerdings orange gefärbte Flügeloberseiten zeigt. Auf der Hinterflügelunterseite sind nur selten winzige Augenflecken zu sehen, die Marginalbinde ist nur angedeutet.

Nahrung der Raupe

Die Raupe des Rostbraunen Wiesenvögelchens ernährt sich von verschiedenen Gräsern, wie der Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum), der Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum), Pfeifengras-Arten (Molinia spp.) und Seggen-Arten (Carex spp.) sowie der Aufrechten Trespe (Bromus erectus).

Lebensraum

Das Rostbraune Wiesenvögelchen zeigt sich sowohl auf trockenen Magerrasen als auch auf wechselfeuchten Lebensräumen bis in eine Höhe von etwa 1.900 Meter. Auch offene gras- und krautreiche Wälder oder Moorgebiete werden vom Rostbraunen Wiesenvögelchen bewohnt.

Flugzeit als Falter

Das Rostbraune Wiesenvögelchen fliegt in einer Generation von Ende Mai bis etwa Mitte August.

Wie überdauert die Art den Winter?

Den Winter überdauert das Rostbraune Wiesenvögelchen als Raupe.

Lebensweise und Interessantes

Das Weibchen des Rostbraunen Wiesenvögelchens heftet die Eier einzeln an die Fraßpflanze. Nachdem die Raupe ihre Fressphase eingestellt hat, verpuppt sie sich an Grasstängeln zu einer grünen Stürzpuppe.

Bestandsentwicklung

Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.

In Österreich wir Coenonympha glycerion derzeit auf der Roten Liste als ungefährdet (LC – Least Concern) eingestuft.

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