Marmorierter Mohrenfalter (Erebia montanus)
Merkmale
Die Flügelspannweite des Marmorierten Mohrenfalters (Erebia montanus) beträgt etwa 44–50 mm und er gehört damit zu den größeren Arten der Gattung Erebia. Die Flügeloberseite ist dunkelbraun mit einer breiten, leuchtend orangefarbenen Binde am Flügelrand. Am Vorderflügel befinden sich an der Spitze meist zwei ovale, weiß gekernte Augenflecken, gelegentlich treten weitere kleinere Flecken auf. Auf den Hinterflügeln liegen in der orangen Binde drei bis vier Augenflecken. Die Unterseite der Vorderflügel ist rotbraun mit zwei Augenflecken an der Spitze, während die Unterseite der Hinterflügel kastanienbraun marmoriert ist und besonders bei den Weibchen auffallend weißliche Adern zeigt.

Verwechslungsmöglichkeit
Der Marmorierte Mohrenfalter kann mit anderen alpinen Mohrenfaltern wie Steirischer Mohrenfalter (Erebia stirius), Quellen-Mohrenfalter (Erebia pronoe) oder Styx-Mohrenfalter (Erebia styx) verwechselt werden. Er zeigt jedoch auf der Flügeloberseite meist breitere und deutlichere Randbinden. Zudem sind die Hinterflügelunterseiten durch eine stärkere Marmorierung und vor allem beim Weibchen durch weiß gefärbte Flügeladern gekennzeichnet.
Nahrung der Raupe
Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Gräsern, besonders von Schwingel (Festuca) und Borstgras (Nardus stricta).
Lebensraum
In Österreich kommt die Art nur im Westen in den Alpen vor. Sie besiedelt alpine und subalpine Regionen zwischen etwa 1000 und 2500 m Höhe. Bevorzugte Lebensräume sind sonnige, felsdurchsetzte Hänge, Almweiden und alpine Matten.
Flugzeit als Falter
Die Falter bilden eine Generation pro Jahr (univoltin) und fliegen von Juli bis September, abhängig von Höhenlage und Witterung.
Wie überdauert die Art den Winter?
Die Entwicklung dauert ein Jahr. Die Raupen überwintern bereits nach dem ersten Larvenstadium. Die Verpuppung erfolgt im darauffolgenden Frühsommer, meist im Juni oder Juli.
Lebensweise und Interessantes
Da die Art insgesamt selten ist und leicht mit ähnlichen Mohrenfaltern wie Erebia pronoe oder Erebia styx verwechselt werden kann, kann sie auch leicht übersehen werden. Vermutlich ist dies auch der Grund, warum sie in manchen faunistischen Listen lange Zeit nicht berücksichtigt wurde.
In Österreich wird Erebia montanus derzeit als Potenziell Gefährdet (Near Threatened, NT) eingestuft.
Bestandsentwicklung
Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.


