Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe)

Merkmale

Der Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe) ist ein kleiner Tagfalter, der zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae) gehört, mit deutlich ausgeprägtem Sexualdimorphismus, das heißt Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich aus.

Die Lilagold-Feuerfalter Männchen zeigen sich auf der Flügeloberseite strahlend, kupferrot glänzend, mit einem violett schimmernden Flügelrand. Der Hinterflügel-Innenrand ist schwarz bestäubt, violett schimmernd. Die Weibchen sind dunkler bis braun, weniger leuchtend, die Vorderflügeloberseite zeigt sich kontrastreich mit einer Reihe schwarzer Flecke am Flügelrand und eine orange Randbinde an der Hinterflügeloberseite. Daneben gibt es noch eine Unterart, die in den Alpen in hohen Lagen vorkommt. Bei dieser fehlt der lila Schimmer bei den Männchen und die Weibchen sind auf der Oberseite stärker braun gefärbt mit weniger orangen Elementen. Die Flügelunterseite ist bei männlichen und weiblichen Individuen sehr ähnlich. Die Vorderflügelunterseite zeigt eine Reihe markanter, schwarzer, hellumrandeter Flecke auf hellorangem Grund. Die Hinterflügelunterseite ist graubeige, mit mehreren markanten, schwarzen, hellumrandeten Flecken als geordnete Reihe und einer orange Randbinde.

Weitere Details und Fotos beim Lepiforum.

Lilagold-Feuerfalter - Lycaena hippothoe
Foto: Moni K.

Verwechslungsmöglichkeit

Die Weibchen der alpinen Unterart des Lilagold-Feuerfalters können mit dem Violetten Feuerfalter (Lycaena alciphron) verwechselt werden. Die Fleckenreihe am Rand der Hinterflügelunterseite ist aber beim Violetten Feuerfalter deutlich ungeordneter als beim Lilagold-Feuerfalter.

Nahrung der Raupe

Die Raupe des Lilagold-Feuerfalters ernährt sich hauptsächlich von verschiedenen Ampferarten, wie dem Wiesen Sauerampfer (Rumex acetosa) oder dem Kleinen Sauerampfer (Rumex acetosella). In höheren Lagen sind Raupen auch am Schild-Sauerampfer (Rumex scutatus) und Alpen-Ampfer (Rumex alpinus) zu finden.

Lebensraum

Den Lilagold-Feuerfalter oder Kleiner-Ampfer-Feuerfalter findet man sowohl im Tiefland als auch in alpinen Lagen über 2.000 Höhenmetern auf feuchten, nassen, extensiv bewirtschafteten Grünländereien, manchmal auch auf trockenen, extensiven Flächen. Im alpinen Bereich sind es Bergmähwiesen oder Hochstaudenfluren an Bachrändern, die charakteristisch für den Lebensraum des Lilagold-Feuerfalters sind.

Flugzeit als Falter

Der Lilagold-Feuerfalter fliegt von Ende Mai bis in den September hinein, meist in einer Generation, nur partiell in zwei Generationen, abhängig von Höhe und klimatischen Bedingungen.

Wie überdauert die Art den Winter?

Der Lilagold-Feuerfalter oder Kleiner-Ampfer-Feuerfalter überwintert als Raupe.

Lebensweise und Interessantes

Die Art wird nach ihrer Futterpflanze auch Kleiner-Ampfer-Feuerfalter genannt.

Die Männchen des Lilagold-Feuerfalters zeigen ein auffälligen Territorialverhalten, sind sehr aktiv und fliegen in auffälligem Zickzack über die Wiesen. Die weiblichen Individuen sind ruhiger und bleiben länger, oft mit geschlossenen Flügeln, auf den Futterpflanzen sitzen.

Lycaena hippothoe ist in der Roten Liste Österreichs als potentiell gefährdet (Near Threatened, NT) eingestuft. Vor allem die Populationen in tieferen Lagen sind durch die Intensivierung und Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen sowie den Verlust von Lebensräumen durch Verbauung bedroht. In höheren Lagen ist die Nutzungsaufgabe und damit einhergehende Verbuschung offener Lebensräume problematisch.

Bestandsentwicklung

Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.

Der Lilagold-Feuerfalter ist relativ selten und wurde im Monitoring daher nicht in allen Jahren oder nur mit sehr wenigen Individuen nachgewiesen. Informationen zur Bestandsentwicklung sind daher unvollständig.

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