Silberwurz-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus andromedae)
Merkmale
Der Silberwurz-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus andromedae) erreicht eine Flügelspannweite von etwa 26–30 mm. Die Flügeloberseite ist dunkel graubraun bis schwarzbraun und trägt auf den Vorderflügeln relativ große weiße Flecken. Die Hinterflügeloberseite ist meist unauffälliger gezeichnet; häufig zeigt sich eine leicht zickzackartige Aufhellung. Die Flügelränder sind weiß gefranst und wirken dadurch „gewürfelt“; am Hinterrand des Vorderflügels sind oft drei schmale weiße Flecken erkennbar. Die Flügelunterseiten sind bräunlich bis graugrün mit weißer Zeichnung. Auf der Hinterflügelunterseite sitzt am Innenrand ein markantes weißes Zeichen aus Strich und Punkt („Ausrufezeichen“) auf dunklerem Grund.

Verwechslungsmöglichkeit
Verwechslungen sind vor allem mit anderen Pyrgus-Arten möglich, besonders mit dem Fahlfleckigen Würfelfalter (Pyrgus cacaliae).
Das sicherste Merkmal ist die Hinterflügelunterseite: Der Silberwurz-Würfel-Dickkopffalter zeigt dort an der Basis meist drei weiße Flecken, während beim Fahlfleckigen Würfelfalter der mittlere Fleck fehlt (also nur zwei sichtbar sind). Zudem hebt sich das „Ausrufezeichen“ beim Silberwurz-Würfel-Dickkopffalter meist deutlicher vom dunkleren Hintergrund ab. In schwierigen Fällen ist eine Absicherung über Genitalmerkmale nötig.
Nahrung der Raupe
Die Raupe lebt nahezu monophag nur an der Silberwurz (Dryas octopetala).
Lebensraum
Die Art ist eine typische Gebirgsart. Sie besiedelt vor allem subalpine bis alpine Lebensräume, insbesondere Magerrasen, offene steinige und grasige Hänge, Almweiden sowie felsige Standorte mit Silberwurz-Beständen. Regional wird sie auch an feuchteren Stellen wie Bachrändern, Quellbereichen oder Hochstaudensäumen beobachtet, sofern Silberwurz-Bestände vorhanden sind. Meist kommt die Art zwischen etwa 1700 und 2700 m vor, seltener tiefer (regional ab ca. 1000 m).
Flugzeit als Falter
Die Art fliegt in der Regel in einer Generation pro Jahr (univoltin), von Ende Mai bis August.
Wie überdauert die Art den Winter?
Die Entwicklung dauert meist zwei Jahre: die erste Überwinterung als Raupe, die zweite Überwinterung als Puppe.
Lebensweise und Interessantes
Der Falter wird auch Graumelierter Alpen-Würfel-Dickkopffalter genannt.
Die Männchen halten sich häufig im Randbereich feuchter Stellen oder an Bächen auf.
Die typische Gebirgsart lebt überwiegend in relativ wenig menschlich beeinflussten Gebieten, was ihr vielerorts zugutekommt. Die Vorkommen sind jedoch oft lokal und isoliert, sodass Eingriffe in den Lebensraum – etwa durch Skitourismus, Wegebau oder andere Störungen – regional problematisch sein können.
In Österreich wird Pyrgus andromedae derzeit als ungefährdet (LC – Least Concern) eingestuft.
Bestandsentwicklung
Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.


