Alpen-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus cacaliae)
Merkmale
Der Alpen-Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus cacaliae) ist ein größerer Würfeldickkopf mit einer Flügelspannweite von etwa 26–30 mm. Die Vorderflügeloberseite ist graubraun bis schwärzlich gefärbt und trägt meist nur wenige kleineweiße Flecken. Die Hinterflügeloberseite ist in der Regel nahezu fleckenfrei und dadurch sehr dunkel. Die weißen Anteile der Fransen sind rundlich ausgeprägt. Die Hinterflügelunterseite ist olivgrün gefärbt und zeigt meist unscharf begrenzte, blasse und kontrastarme weiße Flecken.

Verwechslungsmöglichkeit
Der Alpen-Würfel-Dickkopffalter gehört zu einer besonders schwer bestimmbaren Artengruppe, da viele Pyrgus-Arten ein ähnliches graubraunes Grundmuster mit variabler weißer Fleckung aufweisen. Er kann leicht mit anderen alpinen Würfelfaltern verwechselt werden, etwa mit dem Silberwurz-Würfeldickkopf (Pyrgus andromedae), der jedoch meist eine deutlichere „Ausrufezeichen“-Zeichnung auf dunklerem Grund zeigt. Eine sichere Bestimmung ist nur durch eine Genitaluntersuchung möglich.
Nahrung der Raupe
Die Raupen fressen vor allem an Fingerkrautarten (Potentilla spp.), darunter Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea), Zottiges Fingerkraut (Potentilla crantzii) und Blutwurz (Potentilla erecta).
Lebensraum
Der Alpen-Würfel-Dickkopffalter ist eine typische Gebirgsart. Er besiedelt feuchte Wiesen und Weiden, Almwiesen und alpine Matten, Hochstaudenfluren sowie Uferbereiche von Bächen, Moorränder und Quellfluren. Gelegentlich tritt er auch auf trockenen Alpinrasen auf. Die Art kommt meist in Höhen zwischen 1200 und 2500 m vor.
Flugzeit als Falter
Die Falter fliegen univoltin (eine Generation pro Jahr), überwiegend von Juni bis Juli, in kühlen Sommern bis Anfang August.
Wie überdauert die Art den Winter?
Die Entwicklung der Art erstreckt sich über zwei, seltener auch über drei Jahre. Die Raupen überwintern zunächst im frühen Larvenstadium, später im fortgeschrittenen Stadium oder gelegentlich sogar als Puppe. Die Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig.
Lebensweise und Interessantes
Der Alpen-Würfel-Dickkopffalter wird auch Fahlfleckiger Alpen-Würfeldickkopf, Kleinwürfliger Würfelfalter, Kleinwürfeliger Dickkopffalter und Alpendickkopf (-falter) genannt.
Der Falter ist an die kurzen Sommer des Gebirges angepasst. Aufgrund seines Vorkommens in vom Menschen meist wenig beeinflussten Regionen und außerhalb intensiv genutzter Agrarflächen gilt die Art insgesamt als nicht gefährdet. Auf extensiv genutzten Wiesen und Weiden kann sie lokal sogar häufig auftreten. Lokal können Bestände jedoch durch intensive Beweidung, Pistenbau oder die Aufgabe traditioneller Almwirtschaft beeinträchtigt werden.
In Österreich gilt Pyrgus cacaliae auf der Roten Liste derzeit als ungefährdet (LC – Least Concern).
Bestandsentwicklung
Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.


