Ockerbindiger Samtfalter (Hipparchia semele)

Merkmale

Die Flügelspannweite des Ockerbindigen Samtfalters (Hipparchia semele) beträgt etwa 51–62 mm (männlich ca. 51–56 mm, weiblich ca. 54–62 mm). Die Oberseite zeigt eine braun-ockerartige Grundfarbe mit einer rost- bis ockerfarbener Randbinde. Die Vorderflügel tragen typischerweise zwei, die Hinterflügel einen Augenfleck. Die Unterseite der Hinterflügel ist fein marmoriert, in Grau- und Brauntönen, mit einer stark gezackten, hellen Binde. Die Unterseite der Vorderflügel ist gelbrot, mit zwei Augenflecken

Weitere Details und Fotos beim Lepiforum.

Verwechslungsmöglichkeit

Von anderen Arten der Gattung Hipparchia lässt sich der Ockerbindige Samtfalter gut durch die orangen Zeichnungselemente unterscheiden. Zudem ist die weiße Binde auf den Hinterflügeln charakteristisch. Sie hat deutlichere Zacken als bei anderen Arten mit einer solchen Binde.

Foto: Alfred Leitgeb

Nahrung der Raupe

Die Raupen ernähren sich von trockentoleranten Gräsern, insbesondere Schafschwingel (Festuca ovina) und Rotschwingel (Festuca rubra) sowie weiteren Poaceae Arten.

Lebensraum

Die Art besiedelt warme, trockene Standorte mit spärlicher Vegetation. Typische Lebensräume sind trockene Heiden, felsige Böden, offene Flächen mit wenig Bewuchs und sonnige Hänge, aber auch lichte Wälder. In Mitteleuropa reicht die Höhenverbreitung von Meereshöhe bis etwa 2.000 m.

Flugzeit als Falter

In vielen Regionen zeigt sie eine univoltine Lebensweise (eine Generation pro Jahr). Die Hauptflugzeit liegt etwa von Juni bis September, je nach Höhenlage und Witterung.

Wie überdauert die Art den Winter?

Die Überwinterung erfolgt im Raupenstadium. Die Raupen häuten sich und wachsen über den Winter, bevor sie im darauffolgenden Frühjahr oder Frühsommer verpuppen.

Lebensweise und Interessantes

Der Ockerbindige Samtfalter ruht bei geschlossenen Flügeln bevorzugt auf steinigen oder erdigen Untergründen, wo seine marmorierte Unterseite nahezu unsichtbar wird. Die Art nutzt Sonnenplätze zur Thermoregulation und bevorzugt Habitate mit ausreichend offenen Bodenstellen.

Auf europäischer Ebene ist Hipparchia semele als „Least Concern“ (nicht gefährdet) eingestuft. In Österreich wird die Art hingegen in der Roten Liste der Tagfalter mit dem Status „Endangered“ (stark gefährdet) geführt.

Bestandsentwicklung

Die Bestandsentwicklung wurde basierend auf den im Viel-Falter Monitoring erhobenen Daten berechnet. Hier kannst du nachlesen, wie genau die Berechnung funktioniert.

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